Media

Umzug!

ich mags wenn Sachen reibungslos funktionieren und ich mich nicht Mist rumärgern muss.

Aus diesem Grund zieht der Blog um. Von hier nach DA. Denn hier nerven mich unglaublich viele!!! ein paar Dinge, die meiner Meinung nach irgendwie anders funktionieren sollten, was sie aber nicht tun.

Der neue Blog ist bei Weitem noch nicht fertig. Schön ist anders. Das Layout wird sich noch diverse Male wandeln und bis alle 500paarnbisschen Einträge neu getagged und rückwirkend veröffentlicht sind, dauert es auch noch eine Weile. Finds zwar schräg, dass ich das bei jedem einzelnen manuell machen muss, aber ich find schon raus wie das schneller geht. Spätestens wenn ich fertig bin.

Wie dem auch sei. Ab jetzt also bitte HIER weiter lesen, kommentieren oder was auch immer. Die letzten vier Kommentare fallen übrigens unter den Tisch, weil die nach dem Export hier geposted wurden. Nur so als Hinweis. Aber der Mehrwert davon war jetzt sowieso nicht sooooo... naja egal.

Der Blog hier läuft noch ein paar Wochen, bis es alle mitbekommen haben...
Media

Inkompetentesmöchtegernwitziggefaselüberfußball

Bitte bitte lieber Gott, lass mich niemals so tief sinken.

Und die verdient damit Geld. o_O... denk ich mal... hoff ich nicht...

Meine Recherche hat ergeben: Leben is ne Pussy... Also echt jetzt. ("Meinungsmacherin"!!!!!!!!!) Wozu studier ich eigentlich?! Achso ja richtig... ach verdammt.
Von Tag zu Tag

Spazieren

Es gibt eigentlich keinen Grund, spazieren zu gehen.
Es sei denn man hat einen Hund. Oder man erhöht einfach die Geschwindigkeit und nennt das dann joggen. Das ist aber dann schon wieder etwas anderes.

Nur der frischen Luft wegen geht keiner mehr spazieren. Dafür gibts ja Fenster, die man öffnen kann. Auch zählt Kontakte knüpfen nicht wirklich als Grund. Um beim Spazieren neue Leute zu treffen, müsste man das in einem Gebiet versuchen, das etwas dichter besiedelt ist (--> Stadt). Denn hier kommt einem sehr sehr selten jemand im Wald entgegen. Und wenn, dann kennt man die Person schon.

Überhaupt sehen Menschen, die alleine langsam und ohne Ziel durch die Gegend laufen, irgendwie seltsam aus. Außer alte Männer mit Hut. Die dürfen einfach so durch die Weltgeschichte spazieren. Bei denen nimmt auch niemand an, sie würden dabei grübeln. Die sammeln höchstens Kurioses aus Feld und Wald. Eicheln oder Pilze oder dergleichen. Die bringen sie dann mit nach Hause und sagen: "Schau mal Else, was ich gefunden hab’ beim Spazierengehen!"

Junge Leute, die spazieren, gelten als Eigenbrödler und Einzelgänger. Ständig im Verdacht, dass sie alleine sein wollen, um "nachzudenken" oder "dem Alltag zu entfliehen". Dass man einfach nur mal raus will, weil man sich beim Mittagessen überfressen hat und zu faul ist zum Joggen und deshalb lieber langsam in normaler Kleidung läuft (also spaziert), daran denkt niemand.

Ich war seit mehr als einem Monat nicht mehr spazieren. Gibt seit dem keinen Grund mehr, warum ich vier mal die Woche aus dem Haus sollte, um planlos durch die Gegend zu laufen. Ach, ich vermiss meinen Hund. Was der eigentliche Grund für diesen Beitrag ist.

Ich bin dann mal eigenbrödlerisch und geh spazieren.
Journaille

Die Wiedergeburt Jesu

Ja ich habs versucht, aber so richtig kommt man als Blogger um das Thema Ostern (gerade an Ostern!) nicht so wirklich rum.

Ein kleiner Schwank, der mein grenzenloses relogionswissenschaftliches Unvermögen offenlegt:

Im Februar habe ich eine Glosse für die hiesige Zeitung geschrieben. Die wurde auch brav gedruckt. Es ging im Kern um schlimme Feiertage und die Tatsache, dass sie überflüssig sind und einem nur wertvolle Zeit stehlen. In Absatz zwei habe ich von Ostern und irgendetwas über die Wiedergeburt Christi gefaselt. Ist recht gewagt Buddhismus und Christenrum innerhalb eines Satzes, der nicht mehr als acht Worte zählt, derartig miteinander zu verweben. Unschön aber durchaus möglich.

Nachdem ich die E-Mail abgeschickt hatte, habe ich mich auch sofort ziemlich arg für den Fauxpas geschämt, war aber zu feige, meinen Fehler zuzugeben. Stattdessen verließ ich mich auf das immer wieder viel gelobte Vier-Augen-Prinzip. Also auf irgendeinen Redakteur, der kaffeeschlürfend an seinem Schreibtisch sitzt, den Unsinn liest und schmunzelnd den Rotstift zückt.

Anfang März las ich dann den Text in der Zeitung. Unverändert. Hat man meinen Text überhaupt irgendwie zur Kenntnis genommen? Dachte man, ich mache einen Scherz und hat den Unsinn deshalb drin gelassen? Glauben die Redakteure selbst, dass Jesus so lange wiedergeboren wird, bis er ins Nirvana kommt? Hat irgendjemand überhaupt irgendeine Ahnung???

Ich weiß seit dem nicht so recht wie ich mit der Situation umgehen soll. Grenzt an Narrenfreiheit, die mich etwas überheblich werden lässt. Auf Überheblichkeit folgt Ungenauigkeit. Mit Ungenauigkeit steigt die Fehlerzahl. Und dann weiß man wieder nicht, ob die jemand ausbügelt. Ein Teufelskreis. Und das an Ostern...
Kranker Scheiß

Auf in Runde zwei (die mit den Nägeln und den Köpfen)

Jetzt ist es soweit. Ein neuer Lebensabschnitt bricht an und ich bin innerhalb von fünf Stunden um gefühlte acht Jahre gealtert. Das erste Pärchen aus dem Freundeskreis macht ernst. Stiehlt sich einfach so aus der Verantwortung und lässt den Hauptstress, den ein Leben mit Mitte 20 so birgt, hinter sich. Kein "Ohhhh er hat IMMERNOCH NICHT angerufen!! (Also ich ruf nicht an. Er soll anrufen. Ist aber auch erst zwei Tage her, dass wir uns gesehen haben. Morgen ruft er sicher an!)" mehr. Nie mehr ein "Ach versteh einer die Frauen. Erst rumflirten und dann ging ma garnix!". Und erst recht kein "Ja, aber so ein Arsch ist er doch sicher nicht, dass er nur mit mir ins Bett wollte... oder?!"

Wie ich euch bereits gesagt habe: Oh mein Gott wie gut ist das denn! Ich wünsch euch alles erdenklich Gute und ich bin sogar bereit bei der Hochzeit ein Kleid nach deinen (Also Anne. Björn ist das glaub ich ziemlich egal *g*) Wünschen zu tragen. Darauf kann man mich jetzt festnageln. Kleid. Ich. (Außer es sieht schlimm aus. Dann trag ich Jeans.)

An einem (hoffentlich) sonnigen Samstag im Sommer 2009 findet man mich dann (mindestens) als Brautjungfer in einem brombeerfarbenem Ballonkleid mit riesiger Schleife über dem Hintern in einer Kirche. Mir werden kitschige Tränen die Wange runterkullern und ich werde schluchzend ein "Oh man scheiße, ist das schön!" in eins der zwölf Taschentücher rotzen, die ich in den Händen halte. Kleine Kinder werden Reis werfen und ich werde so gegen vier Uhr nachts betrunken unter einen beliebigen Tisch rutschen. Also wie jede Party. Nur diesmal sind die Klamotten schicker.

Schön, dass ihr den Auftakt macht aber glaubt ja nicht, dass ich mich davon stressen lass!!! o_O

In dem Sinne: Auf die kitschigste Traumhochzeit seit Menschengedenken. Du zauberst schon was Passendes, Anne ;)



(Wenn man "fantasy love dolphin" bei Google eingibt, bekommt man enorm viele Bilder von Vibratoren in Delphin-Form... mit Kabel?! Das Internet ist so unromantisch...)
Mindblogging

Rosa Elefanten

Einfaches psychologisches Spielchen, das man noch aus der Grundschule kennt.

Eine Bitte: NICHT an einen rosa Elefanten denken! Auf keinen Fall an einen pinknen Dickhäuter denken, der sich genüsslich schmatzend durch den indischen Dschungel mampft oder der sich mittels Rüsselfontäne nebst seiner rosa Sippe in einem Tümpel erfrischt.

Na? An was denkt man? Höchstwahrscheinlich an einen rosa Elefanten. Ist nämlich alles Humbuk. Das Vorhaben nicht an etwas zu denken, zwingt das menschliche Gehirn dazu, gerade dann genau daran zu denken.

Das kleine Experiment funktioniert natürlich auch mit anderen Dingen, die man aus dem Gedächtnis streichen will. Während wichtiger Prüfungen etwa: Nein, du denkst jetzt nicht daran, wie gut es wär bei dem Wetter einfach auf der Wiese draußen zu sitzen und ein Bier zu trinken! Oder bei einer Diät: Denk auf keinen Fall an den Kühlschrank oder an Schokolade! Liste ließe sich beliebig erweitern.

Ergo: Man kann nicht auf Kommando nicht an etwas denken.

Mir war übrigens nicht klar, dass rosa Elefanten eine so tragende Rolle in der jüngeren Geschichte des gesellschaftlich-akzeptierten Alkoholkonsums spielen. Wenn das mal kein Wink mit dem Zaunpfahl ist.
Von Tag zu Tag

Suche Unterschlupf in München

Wenn es bei der Wohnungssuche nur darum ging, durch die Anzeigen zu stöbern, Anfragen zu verschicken und Accounts einzurichten, wäre das eigentlich eine ziemlich lässige Beschäftigung an einem verkaterten Karfreitag.

Leider muss dabei auch etwas Brauchbares rumkommen. Noch sind mein Konto und die Münchener Mietpreise recht inkompartibel. Kann sich aber noch ändern. Kann. Muss nicht.

Sollte irgendjemand zufällig ein möbliertes Zimmer in München zwischen dem 1. Juli und dem 30. September im Angebot haben, das etwas größer als 9qm und etwas günstiger als 450 Euro kalt ist (ja solche Angebote gibt es wirklich!), möge er sich bei mir melden.

<--- Stell das Gesuch auch mal in die Sidebar zur Linken.
Kranker Scheiß

acdfx

Am schwierigsten sind Abende, bei denen die Teilnehmer völlig unterschiedliche Ausgangssituationen haben. Der eine denkt sich: "Wuhuuu Bier und gute Laune!!!", während sich die andere denkt: "Yaaaaay Wein und mittlere bis schlechte Laune!!!". Aaaaber wie gut, das man sich schon EWIG kennt und trotzdem (oder deshalb?) einen illustren Abend verbringt mit viel Wein und schlechten Filmen. Also halb-schlecht. "Andreas Hofer - Die Freiheit des Adlers"

Laut meinem Saufkumpan: "Das Drehbuch ist der Hammer und Andreas Hofer ist das Tiroler Äquivalent zu Robin Hood. Tiroler sollten alle 20 Jahre aus dem Stoff eine Andreas-Hofer-TV-Serie machen." Außerdem hat er noch was Schlaues gesagt, das mir jetzt gerade alkoholpegel-bedingt entfallen ist.

Aber groooooooooooßer Pluspunk: Max von Thun spielt mit. Als Prinz von Bayern. Denkbar kleine Rolle aber hey: lohnt sich für meinereiner. Denn Max von Thun is definitiv der attraktivste Mensch in schlechten deutsche TV-Produktionen.

Der gleiche Mensch (also nicht Max von Thun, denn der sitzt unglücklicherweise nicht neben mir) meint übrigens, dass das komplett unrecherchiert ist. Was kein Wunder ist, da dieser Blog KOMPLETT unrecherchiert ist. Von daher: OH MEIN GOTT es ist alles soooo irrelavant.

Fazit: "Hey ich muss mehr mit Pia saufen, weil weniger schlimm als gedacht.", sagt der Mensch neben mir.

Mehrwert dieses Eintrags: wesentlich weniger als Null.

(Der Eintrag hat nach Sinken des Blutalkohols eine unwesentliche Überarbeitung erfahren, die sich vornehmlich auf das Entfernen von Unsinnigkeiten beschränkte. Was durchaus auch zum Löschen des gesamten Eintrags hätte führen können, aber wir wollen ja nicht übertreiben.)
Kranker Scheiß

Bio an der Haustür

Es klingelt an der Tür. Normalerweise lautet die Devise in solch einer Ausnahmesituation: Tot stellen. Geduckt unter den Fenstern durchkrabbeln. Ganz so als säße ein Scharfschütze im gegenüberliegenden Haus, der nur darauf wartet, dass sein Laserpointer auf ein Stück Haut trifft.

Normalerweise bin ich aber auch neugierig. Könnt ja etwas Wichtiges sein. Zum Beispiel der Postmann mit meinen neuen Schuhen. Aber Fehlanzeige. Vor mir steht eine Frau mittleren Alters mit burschikosem Haarschnitt (irgendwann hätte man mal dazu "flott" gesagt) und einem Korb voll Äpfeln.

"Schönen guten Morgen die Dame. Ich habe was zum Naschen mitgebracht!"
Wuhuuuu!! Endlich den langersehnte Stripper??? Ach ne... Äpfel. Puuuuuh, hab eigentlich welche da.

"Kartoffeln vielleicht?" Ähm...

"Nektarinen, Mandarinan, Orangen. Alles frisch vom Bodensee!" Wusste nicht, dass der Bodensee in der südlichen Hemisphäre liegt und im Winter solche Vitamin-Schätze abwirft. Aaaaaber nein Danke.

Seit wann kommt denn der Supermarkt in Form von einer Person zu einem nach Hause?? Das ist doch unwirtschaftlich. Was machen denn die armen Angestellten im Netto um die Ecke, wenn plötzlich Bodensee-Obst-Bäuerinnen ihnen als Klinkenputzer Konkurrenz machen?! Die verlieren ihren Job. Zack arbeitslos wegen irgendwelchen Bio-Schlampen mit Getreide in den Taschen.

Auf der anderen Seite... Wenn die noch Milch, Haferflocken und Nudeln im Repertoir hätten, müsste ich mich noch weniger bewegen als sowieso schon. Was wirklich kaum möglich ist. Oder ein Supermarkt-Lieferservice. Oh Gott das gibts glaube ich schon für alte Leute.

Na wir wollen ja das Unausweichliche nicht auch noch künstlich beschleunigen. Die ersten Falten sind immerhin schon sichtbar...
Journaille

Scheiß Gold

Super. Jetzt hab ich in den letzten zwei Tagen so ziemlich alles gelesen, was man über Wirtschaft und Finanzkrise im deutschsprachigen Internet findet und hab zumindest mal verstanden warum der Goldpreis so hoch geklettert ist. Und dann fällt der Mist plötzlich wieder um sechs Prozent!!

"Ein großer Zinsschritt seitens der Fed sollte den Edelmetallen eigentlich auf die Beine geholfen haben. Stattdessen fielen die Preise für Gold und Silber unter die psychologisch wichtigen Marken von 1000 $ beziehungsweise 20 $", sagte Eugen Weinberg, Rohstoffanalyst der Commerzbank.

Die Experten von Barclays Capital sehen beim Rückgang des Goldpreises aber auch fundamentale Faktoren am Werk. Zwar sprächen weitere Zinssenkungen der Fed, ein Anhalten der Turbulenzen auf den Kreditmärkten und geschürte Inflationsängste für steigende Notierungen. Die Schmucknachfrage sei jedoch rückläufig, die Goldverkäufe der Notenbanken nähmen dagegen zu: "In diesem Jahr wurden bereits 70 Tonnen mehr Gold verkauft als in der Vorjahresperiode", schreiben die Barclays-Capital-Analysten.

Quelle: ftd.de

Entweder es liegt an der Uhrzeit oder an den pochenden Kopfschmerzen, dass ich die beiden Absätze drei Mal lesen musste bis ich wusste worum es geht. Und um das mit den Zinsen zu verstehen, hätte man womöglich mehr als drei Punkte im Mathe-Abi schreiben müssen, schätz ich mal. Wo wir schon beim nächsten Problem wären...

Boah, scheiß Wirtschaft. Ich muss schlafen... o_O
Von Tag zu Tag

Do not disturb!!! (Ganz bewusst ohne "please")

Ich hasse es, wenn man mich im Zug nicht in Ruhe lesen lässt. Ich hasse es wirklich. Da sitze ich schon möglichst seperat, baue auf dem Platz neben mir mittels Tasche, und Jacke ein Schutzschild gegen potentielle Banknachbarn auf und trotzdem fühlen sich manche Menschen eingeladen, sich neben mich zu setzen. Auch wenn das Abteil halb leer ist!!!

Normalerweise schlage ich dann übertrieben heftig meine Zeitschrift/Zeitung zu, klemme sie mit einer theatralischen Geste zwischen Oberschenkel und Sitz und räume betont langsam meinen Kram beiseite. Der Störenfried bekommt ein mattes Lächeln bevor ich meine Lektüre ruckartig wieder aufschlage und besonders laut umblättere. Ein divenhaftes Seufzen kombiniert mit einem Kopfschütteln rundet dann in der Regel die Vorstellung ab.

Sofern der Eindringling nicht unbedingt kommunikativ sein will und anfängt zu reden. Mit mir. Weiß der Teufel warum. Normalerweise antworte ich knapp mit "Aaahja..." oder "Aha, ja so ist das...", den Blick immer schön auf die Seiten gerichtet. Das funktioniert auch ganz gut. Nach ein paar Minuten fällt dann auch dem letzten Idioten auf, dass ich absolut kein Interesse an Unterhaltungen über das Wetter oder die Zugverbindung nach Frankfurt habe. Weil: am Wetter kann man sowieso nichts ändern und solang ich in Frankfurt ankomme, ist mir auch ziemlich egal seit wann das Bahn-Unternehmen schon die Strecke genau so abfährt wie sie sie abfährt.

Das klappt eigentlich immer. Außer bei einer bestimmten Art von Mitmensch: Sie ist weiblich, zwischen 68 und 120, geht am Stock und trägt einen Hut, um die Seniorendauerwelle vor Wind und Wetter zu schützen. Wenn alte Damen mühsam angewackselt kommen und so nett lächeln, kann man einfach nicht anders, als auch nett zu sein. Das ist wie mit kleinen Kindern. Wenn die lachen, muss man ja auch lachen. Mit denen fängt man auch zwangsläufig an zu spielen, wenn sie sich neben einen setzen. Nun, ich hab mit der alten Frau nicht Ringelrei getanzt. Aber ich bin zumindest schon mal nicht ausgeflippt als sie "Ahje, schneit ja draußen!" gesagt hat. Stattdessen habe ich brav meinen Spiegel beiseite gelegt und "Jaaaa, wird mal Zeit, dass es Frühling wird. Blüht ja schon alles." geantwortet. Dann erzählte sie mir völlig ohne thematische Überleitung von ihrer Schwiegertochter, die an Brustkrebs leidet. Das traf mich dann doch recht unvorbereitet. Der Spiegel wanderte in die Tasche, Köhler und Konsorten können warten. Noch 20 Minuten bis Frankfurt/Main Hauptbahnhof.
Journaille

Ökonomie: setzen, 6!

Sobald es fad wird, sich Langeweile einstellt, höre ich auf. Ich höre auf, mich bei Menschen zu melden, die mich langweilen. Ich höre einfach auf zuzuhören, wenn nichts Interessantes rüber kommt. Wie damals im PoWi-Unterricht der zwölften Klasse. Irgendwann wurden die Vorträge über Keynesianismus und soziale Marktwirtschaft und weiß der Teufel ziemlich langweilig und ich habe einfach aufgehört, mich daran zu beteiligen. Einmal, so erinnere ich mich vage, bin ich auch vor lauter Langeweile in der letzten Bank eingeschlafen. Hab dann den Bus verpasst.

In der Schule ist man noch ziemlich jung und ziemlich dumm und macht sich da noch keine Gedanken darüber, was man da eigentlich lernt und für was das später mal gut sein könnte. Vieles, wie Integralrechnung, brauch wirklich kein Schwein (also ich nicht), aber zumindest in Wirtschaft hätte sich Zuhören echt gelohnt. Dann müsste ich mich jetzt nicht wochenlang in ein Thema einlesen, bei dem sich nach jedem Satz ein neues Türchen zu noch mehr konfusem Zeug öffnet.

Kurz: Das angebrochene Semester steht unter der Flagge Wirtschaftsjournalismus und ich hab sowas von keine Ahnung. Ich tu zwar jeden Tag so, als läse ich den Wirtschaftsteil. Dabei überfliege ich nur die Überschriften und schau mir die Bilder an. Feiner, angehender Journalist, der ich bin, click ich mich alibimäßig noch durch Wirtschaftsressort von spiegel-online. Gleiches Spiel: Überschriften und Bildchen scannen. Informationswert: kleiner/gleich Null.

Das ging ganz gut so die letzten Semester. Alle anderen Ressorts werden ja brav konsumiert (außer Sport). Aber jetzt ziehen ziemlich dunkle Wolken am sonst sehr blauen Studiengangs-Himmel auf.

Ich fange gerade bei den Grundlagen an. Was Keynesianismus, Monetarismus und Liberalismus ist, weiß ich zumindest schon Mal. Bis ich verstehe, was es mit der US-Finanzkrise auf sich hat, was so besonders daran ist, dass der Gold-Preis über 1000 Dollar klettert und was das für auswirkungen auf den DAX hat, brauchts noch eine ganze Weile.

Nur eins hab ich schnell kapiert: Lohnt sich gerade richtig, T-Shirts in den USA zu bestellen.

Nachhilfestunden sind sehr willkommen.
Geschlechterk(r)ampf

Kosmetisches Männerleiden

Die angenehmste Art an einem Dienstag Vormittag völlig stressfrei aber sinnlos Geld auszugeben, ist zum DM zu gehen und "sich mal etwas zu gönnen". Sagen die Tanten im Shopping-Kanal immer: "Gönnen sie sich doch mal was. Sie sind es sich wert." Oh ja und wie. Ich bin mir ganze 13,27 Euro wert, die ich gewinnbringend in meine Schönheit investiert habe.

Dass man aber in einem Drogeriemarkt nicht nur in Brilliant-Brunette-Hair-Conditioner, Aloe-Vera-Körperpeelings und Q10-Anti-Faltencremes baden kann, zeigt sich spätestens in der Make-Up-Abteilung (definitiv zu viele Bindestriche), vor der man ja selbst des Öfteren steht und sich fragt wofür man denn bitte drei verschiedene Puder braucht. Nach vier Bier sieht sowieso jede Frau irgendwie gleich aus. Also wenn der Mann vier Bier intus hat. Wo wir auch schon beim Thema wären.

Denn es gibt fast nichts witzigeres als Männer, die hinter ihren Klick-Klack-Stiefeln-Freundinnen stehen, während diese einen Orgasmus nach dem nächsten bekommen, weil OH MEIN GOTT NIVEA HAT EIN NEUES CREMEROUGE IN SANDY-BEIGE!!! Die armen Kerle wippen dann von Ferse zu Zehenspitze und wieder zur Ferse und wieder zur Zehenspitze usw. Schauen etwas unbeteiligt aber sichtlich angenervt an die Decke und überlegen, was sie denn dazu konstruktiv beitragen können. Einfach gesagt: So ziemlich nichts. Außer still sein und hoffen, dass es schnell vorbei geht.

Dankbar in solch einer Situation ist dann das Auftauchen eines anderen Pärchens mit ähnlicher Rollenverteilung. Man spürt das magische Knistern zwischen den beiden Herren. Sie sehen sich an und es schallt lautlos von der einen Ecke des Raums in die andere: "Verdammt, warum tun wir uns das an?!"

Tja, keine Ahnung. Wie wärs das nächste Mal mit "Vorschlag: Du kaufst dir eine Spachtelmasse alleine und ich mach in der Zeit irgendwas, was mir mehr Spaß bereitet.". Und mit einem "Oh mein Gott siehst du gut aus!!!" zur richtigen Zeit sorgt Mann dann auch dafür, bald wieder Sex haben zu dürfen.

Leben könnte so einfach sein.

Aktuelle Beiträge

Jo
@hanse: Man nimmt sie nur ernst wenn sie das eigene...
André (anonym) - 30. Jul, 19:35
Comicverfilmung
Digga das is ne Comicverfilmung... reg dich bei dem...
Harich (anonym) - 25. Jul, 16:31
Ich war zwar leider nur...
Ich war zwar leider nur einen Tag lang in Barcelona,...
Anne (anonym) - 18. Jul, 09:46
Barcelona
Selbst die Bewohner Barcelonas bezeichnen ihre Stadt...
Ronny (anonym) - 8. Jul, 00:36
Ich muss sagen, dass...
Ich muss sagen, dass ich eher schlechte Erfahrungen...
Steffen (anonym) - 25. Apr, 16:27

Archiv

August 2008
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
 
 
 
 
 1 
 2 
 3 
 4 
 5 
 6 
 7 
 8 
 9 
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
 
 
 

Suche


Ferienblog
Fressblog
Geschlechterk(r)ampf
Im Selbstversuch
Journaille
Kranker Scheiß
Media
Mindblogging
Nachts im Wald
Von Tag zu Tag
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren