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Geschlechterk(r)ampf

Kleiner Mann ganz groß

Da wacht man um 05:18 Uhr auf, weil die Katze neuerdings das zweifelhafte Hobby flegt, mir täglich zu dieser Nachtzeit ins Gesicht zu hauen. (Ich mag Katzen nicht) Was tut man dann? Erst mal das Vieh zur Strafe in den Regen setzen und sich dann für die eigene Niedertracht schämen. Also Nasse Katze wieder reinholen und dann eine Stunde ins Dunkle schauen. Darüber nachzudenken wie man jetzt am schnellsten wieder einschlafen kann, ist ziemlich fad. Dann doch aufstehen und Mails checken. In drei Stunden muss man ja eh raus. Lohnt also alles nicht mehr.

Und huch was seh ich da! Eine Nachricht aus dem nicht allzu fernen Ausland mit einem Link zu einem ZEIT-Artikel, der laut Absender auch von mir hätte stammen können. Ich lese mich selten selbst. Naja schon, aber nicht objektiv genug, um Aussagen über meinen Stil treffen zu können. Aaaaaaber jaaa, ich seh da Parallelen. Zumindest inhaltlich.

Tenor: Warum Nicolas Sarkozy trotz offensichtlichem Little-Man-Syndrom und aufgesetzten Machoallüren trotzdem irgendwie sexy ist und gerade deshalb reihenweise Traumfrauen abschleppt. Antwort: Es wird einfach nicht langweilig mit solch einer Witzfigur und es ist ziemlch sympathisch, wenn ein Mann sich einfach nicht um Konventionen kümmert und gelegentlich deutlich macht wie unendlich egal es ihm doch ist, was man von ihm hält. Die Autorin Ursula März drückt es so aus: "Leute, so bin ich nun mal. Nicht sehr groß gewachsen, nicht sehr schön, nicht besonders intelligent und noch lange nicht im Endstadium der Persönlichkeitsentwicklung. Aber einzigartig und erfolgreich. Also bitte, wo ist das Problem und wo die nächste Party?"

Und was soll ich sagen: Ooooh ja! Gibt doch nichts Anziehenderes als ein Kerl, der zumindest so tut als seien ihm sein Ansehen und der Rest der Welt ziemlich wurscht. Ein Mann, der eine ziemlich offensichtliche Scheiß-Egal-Haltung pflegt (ob aufgesetzt oder ernsthaft ist hier egal) und jeden Tag aufs Neue beweist, dass er weiß gott Besseres zutun hat, als sich mit Kleinigkeiten wie Nettigkeiten und Anstand aufzuhalten. Lieber Scheiße als Langweilig. Frau März weiß das auch: "Diese Botschaft wirkt bei Frauen. Schlichtweg, weil sie die Behauptung enthält, dass es neben dem männlichen Idealsein noch was Aufregenderes und Lebendigeres gibt."

Tja, Sarkozy weiß wie der Hase läuft. Er hat nur ein Manko: Denn mehr als ein kleiner Mann, dem es egal ist was die Welt von ihm hält, "sext" dennoch ein großer Mann, der sich einen Scheiß kümmert.

Und damit einen schönen Gruß nach Österreich. :)
Nyxon - 7. Feb, 00:35

Katzenschläge des Nachts haben zu Beginn meiner Mensch-Katzen-Beziehung meinen kompletten Schlafrhythmus aus dem Gleichgewicht gebracht. Daran gewöhnt man sich aber irgendwie (vorausgesetzt, man beginnt die Katze zu mögen).

Zu Sarkozy fehlen mir hingegen seit geraumer Zeit die Worte.

Pisaei - 7. Feb, 08:20

So hart es klingt:

Aber in Anbetracht dessen, dass die Katze nur noch ein halbes Ohr hat, es mit dem Gebiss auch nicht rosiger aussieht und sie in den letzten Wochen stark abgenommen hat, lasse ich mich zu der Prognose hinreißen, dass sies wohl nicht mehr so lang machen wird. Vorausgesetzt sie lässt diesen fieses Erholungsschlaf den gesamten Tag über mal sein...

Bis dahin summieren sich meine Augenringe und ich verteufel den Tag, an dem sie plötzlich in der Garage gesessen hat und ich ihr Milch hinstellte. Was war man damals so jung und dumm...
de Gosche-Stalker (Gast) - 7. Feb, 11:54

Zu solchen sexy Machos ...

... wie dem kleinen Franzosen, dem ja alles so scheissegal ist und der trotzdem sooo interessant rueber kommt faellt mir angelegentlich die Frage ein, was denn wohl die jeweils verlassene Ex-Herzdame des kleinen Arschlochs zu dieser hinreissenden Laessigkeit sagt...
"Oooh toll, kleiner Arsch, finde ich super cool dass Du mich hier stehen laesst, ich wuensche Dir alles Liebe mit meiner Nachfolgerin und freue mich schon drauf wenn Du Ihr in den Hintern trittst, dann kann sie ja in unseren Club eintreten!"
Merken Frauen eigentlich immer erst wenn es zu spaet ist, dass nicht jeder Mann so treu und ersehnenswert ist wie ich?
(Auch wenn es sicherlich noch ein gutes Stueck Arbeit bedeutet, der suessen Gosch beizubringen dass es trotz unterschiedlicher politischer Grundpraegung und 25 Jahre Altersunterschied eine gemeinsame Zukunft fuer uns in Argentina oder sonstwo auf diesem unserem Globulus geben wird...)
Pisaei - 7. Feb, 12:35

Woh woh woh!

Immer langsam! *g*

erstens ist das Kapitel gehörnte Ex-Frau eine andere Baustelle, die dann gebührend Beachtung findet, sobald ich selbst ein Lied davon singen kann. Zweitens halte ich einen Altersunterschied, der größer ist als mein eigenes Alter, dann doch für etwas zu hoch. Aber hey: nix für Ungut, wird schon ;)

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