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Nachts im Wald

Rentnerfreuden

Was des Mitt-50ers sein Sportwägelchen ist, ist des Mitt-70ers der Rasenmäher. Einer zum Draufsitzen natürlich. 1. Gang rein, Kupplung langsam kommen lassen und dann genüsslich den Gäseblümchen den Kopf absensen.

Drei Mal die Woche. Morgens ab halb 10 an Montagen, an denen ich verdientermaßen frei habe. Kommt sehr gut, wenn man aus unerfindlichen bis vier wach im Bett lag, zwei Bücher vor lauter Verzweiflung fertiggelesen hat und dann ermattet in den Schlaf sinkt.

Mittlerweile sind nicht nur die Gänseblümchen tot, sondern auch alles Leben, dass sich oberhalb der zwei Millimeter-Grenze befindet. Übermorgen werden auch die Regenwürmer ihr Leben lassen müssen. Der Logik folgend müssten sich die Rotorblätter dann tief ins Erdreich graben und alles auslöschen, was bis dato dort zu kreuchen und fleuchen pflegte.

Haben Rentner nicht besseres zutun? Brei essen? Hübsche Lochstickereien anfertigen? Marmelade einkochen? Müssen sie Tiere und meine Nerven töten?
Werde wohl morgen den Benzinkanister verstecken. Oder die Bremsschläuche kappen und es mir auf dem Balkon bequem machen. Dafür lass ich gerne die FH sausen.

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