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In den Fängen der Telefon-Mafia

Telefonanbieterwechsel sind unheimlich. Besondern wenn man von der Telekom weg möchte, zu nett ist und sich gerne einschüchtern lässt. Man weiß einfach zu wenig über das System, um es zu knacken.

Kunde: Ich möchte den Anbieter wechseln, weil mir die Telekom einfach zu teuer ist.
Servicemensch: Sie wissen schon, dass wir mit den Preisen runtergegangen sind. 39 Euro brutto.
Kunde: Ja, aber ich würde bei Anbieter xy noch weniger zahlen. Deshalb möchte ich gerne wechseln und wollte eigentlich nur...
Servicemensch: Sie wissen schon welches Risiko Sie dabei eingehen?
Kunde: Ähm??!
Servicemensch: Die anderen wollen nur Geld verdienen. Wenn einmal Not an Mann ist, schicken die alle Kunden wieder zu uns. Und wir sollens dann richten.
Kunde: Sie wollen ja scheinbar auch nur Geld verdienen. Sonst wären Sie nicht so teuer... Deshalb möchte ich trotzdem wechseln und wollte eigentlich nur fragen wie ich bei ihnen kündigen kann. Formloses Schreiben oder per Fax?
Servicemensch: Ja das können Sie beides tun. Aber bedenken Sie, dass so viele unzufriedene Kunden irgendwann wieder zurück zu uns kommen.
Kunde: Hm ja, aber dennoch: Ich möchte kündigen.
Servicemensch: Ja dann machen Sie das doch! Aber sagen Sie danach bloß nicht, die Telekom hätte Sie nicht gewarnt!!!
Kunde: Keine Angst. Ich werde daran denken.
Servicemensch: Ja, Sie werden gewiss an uns denken. Da bin ich mir sicher...

Ich glaube ich habe im Hintergrund hat jemanden diabolisch lachen gehört... *muuaaahhaaaaaaahhaaa*

... Angst o_O
Mindblogging

Ein schlechtes und ein gutes Ende

Ich mags nicht, wenn Dinge zu Ende gehen. Generell. Sobald der Löffel auf dem Becherboden kratzt, weiß ich, dass in naher Zukunft auch der Pudding passé sein wird. Genau so verhält es sich mit dem Lesen. Es ist schade, wenn Bücher langsam ausklingen. Da war man eben noch in der spannenden Geschichte, in die man sich geschmuggelt hat. Und dann ist die plötzlich aus - vorbei. Ein kleiner Teil des Alltags ist dann weg. Ein bisschen so als ob ein Goldfisch stirbt. Man hatte ihn nicht lang, er war da und man hatte seine Freude an und mit ihm. Lebensmittelpunkt war er nie, aber das Gefühl ist trotzdem seltsam, wenn man ihn dann das Klo runterspülen muss. Genau so fühlt man sich, wenn man ein Buch zurück ins Regal stellen muss. Nur, dass es danach nicht zu Klärschlamm wird. Habe gerade für dieses Buch die Spülung gezogen. Schade.

Ein gutes und vollends zufriedenstellendes Ende ist indes das Fertiglesen eines Magazins, das einen nicht interessiert. Damals vor einem Jahr war man zu nett und zu naiv, um der Drückerkollonne einen Tritt in den Allerwertesten zu verpassen, als die die arme Drogenjunkie-Geschichte an der Haustür ausgepackt haben. Also quält mich noch 49 Wochen ein Abo, das ich nicht haben will.

Ich weiß, ich tu so als sei ich Journalistin und sollte den Spiegel fressen und jeden Text auswendig lernen. Ich sollte ihn anbeten, von ihm träumen und ihn unter mein Kopfkissen legen und die wohlige Wärme, die von ihm ausgeht, genießen. Aber 88 Prozent der Themen interessieren mich einfach nicht. Die wenigen Texte, die mich kümmern, les ich auch gerne, eine Frage, aber den Rest... . Dennoch bin ich tapfer und les das Heft vom Anfang bis zum Ende. Nicht weil es Spaß macht, sondern weil das verdammte Abo 45 Euro im viertel Jahr kostet!!!

So schmunzel ich halb angewidert über die Arroganz, mit der sich das Heft anmaßt, sich im "Hohlspiegel" auf der letzten Seite über andere Publikationen lustig zu machen. Dann segelt die Ausgabe geschmeidig in den Papierkorb. Ein Magazin geht zu Ende. Das Gefühl ist unbeschreiblich schön...

Wenn man nicht wüsste, dass morgen schon die nächste Ausgabe im Briefkasten liegt.

Für den unwahrscheinlichen Fall, dass jemand vom Spiegel das hier liest und irgendwann mal in Erwägung gezogen hat, mir eine Zusage für ein Praktikum zu schicken, aber dann meine Bewerbung doch lieber an den Kollegen vom ManagerMagazin weitergeleitet hat, der mir dann gottseidank abgesagt hat (warum auch immer??!!!): Wir wissen beide, dass ich nicht die richtige Frau für euch bin. Nichts für ungut.

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